Verfassung des eidgenössischen Standes Schwyz, vom 23. Oktober 1898

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Verfassung
des eidgenössischen Standes Schwyz
vom 23. Oktober 1898 (Stand am 18. Juni 2007)
I. Titel: Allgemeine Bestimmungen
§ 1
Der Kanton Schwyz ist ein demokratischer Freistaat, und als solcher, soweit die
Kantonalsouveränität durch die Bundesverfassung1 nicht beschränkt ist, ein souve-
räner Stand der schweizerischen Eidgenossenschaft.
§ 22
1 Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist unverletzlich.
2 Die freie Bildung religiöser Gemeinschaften und die freie Ausübung gottesdienst-
licher Handlungen sind gewährleistet, soweit sie nicht die öffentliche Ordnung und
den konfessionellen Frieden ernsthaft stören.
§ 33
1 Die politischen Rechte haben alle Schweizerbürger und Schweizerbürgerinnen, die
das 18. Altersjahr zurückgelegt haben und nicht nach Massgabe des Gesetzes davon
ausgeschlossen sind.4
2 Der Aktivbürger kann im Kanton, im Bezirk und in der Gemeinde nach Massgabe
des Gesetzes an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen und vom Recht der Initia-
tive und des Referendums Gebrauch machen.
3 Die Wahlfähigkeit als Mitglied einer Behörde oder als Beamter regelt das Gesetz,
soweit die Verfassung keine Vorschriften enthält.
§ 4
Alle Bürger sind vor dem Gesetze gleich und geniessen gleiche staatsbürgerliche
Rechte.
Angenommen in der Volksabstimmung vom 23. Okt. 1898 (Gesetzsammlung des Kantons
Schwyz, neue Folge, GS 3 161 193). Gewährleistungsbeschluss vom 21. Dez. 1899
(AS 17 758; BBl 1899 IV 483).
1 SR 101
2 Angenommen in der Volksabstimmung vom 27. September 1992. Gewährleistungs-
beschluss vom 14. Dez. 1993 (BBl 1993 IV 599 Art. 1 Ziff. 3 II 180).
3 Angenommen in der Volksabstimmung vom 24. Mai 1970, in Kraft seit 31. Dez. 1970.
Gewährleistungsbeschluss vom 17. Dez. 1970 (BBl 1970 II 1650 1353).
4 Angenommen in der Volksabstimmung vom 5. März 1972, in Kraft seit 16. März 1972.
Gewährleistungsbeschluss vom 11. Dez. 1972 (BBl 1972 II 1596 Art. 1 Ziff. 2 1397).
131.215
Kantonsverfassung
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§ 5
Die persönliche Freiheit und die Unverletzlichkeit der Wohnung sind gewährleistet.
Niemand unterliegt der Verhaftung und gegen niemand kann die
Hausdurchsuchung verfügt werden, ausser nach den Bestimmungen des Gesetzes;
ebenso kann niemand seinem verfassungsmässigen Richter entzogen werden.
§ 65
§ 7
In allen Zivilrechtsfragen soll jeder ohne Hinderung an die Gerichte gelassen wer-
den. Schiedsgerichte infolge Vertrags sind gestattet.
§ 86
1 Die Verhandlungen des Kantonsrates, der Bezirksgemeinde, der Gemeindever-
sammlung und der Gerichte sind öffentlich.
2 Das Gesetz bestimmt die Ausnahmen.
§ 9
1 Der Kanton sorgt unter Beobachtung der Vorschriften des Artikels 27 der Bundes-
verfassung7 für genügenden Primarunterricht, inbegriffen die Wiederholungsschulen,
und unterstützt die Sekundarschulen.
2 Der Primarunterricht ist obligatorisch und in den öffentlichen Schulen unentgelt-
lich.
§ 10
Die freie Meinungsäusserung in Wort und Schrift ist gewährleistet. Die Strafe des
Missbrauches derselben wird das Gesetz bestimmen8, daherige Klagen beurteilen die
Gerichte.
§ 11
Jedermann besitzt das Recht, auf dem Wege der Petition Wünsche oder Beschwer-
den an den Kantonsrat zu bringen.
5 Aufgehoben in der Volksabstimmung vom 24. Mai 1970. Gewährleistungsbeschluss vom
17. Dez. 1970 (BBl 1970 II 1650 1353).
6 Angenommen in der Volksabstimmung vom 24. Sept. 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1975.
Gewährleistungsbeschluss vom 11. Dez. 1972 (BBl 1972 II 1596 Art. 1 Ziff. 2 1397).
7 SR 101
8 Nunmehr das StGB (SR 311.0).

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