Verordnung des EDI über die Voraussetzungen für die Überschreitung der Schuldner- und Gesellschaftsbegrenzung von Anlagestiftungen

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KOSTENLOSER AUSZUG

vom 28. Juni 2019 (Stand am 1. August 2019)

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI),

gestützt auf Artikel 26a Absatz 3 der Verordnung vom 22. Juni 20111 über die Anlagestiftungen (ASV),

verordnet:

Art. 1 Gegenstand

Diese Verordnung führt näher aus:

a.unter welchen Voraussetzungen Anlagegruppen die Schuldner- und Gesellschaftsbegrenzungen nach den Artikeln 54 und 54a der Verordnung vom 18. April 19841 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2) überschreiten dürfen;b.welche Informationen im Falle von Überschreitungen publiziert werden müssen.

1 SR 831.441.1

Art. 2 Anlagevorgaben für passiv bewirtschaftete Anlagegruppen

Bei passiv bewirtschafteten Anlagegruppen gemäss Artikel 26a Absatz 1 Buchstabe a ASV, die nur minimal vom Benchmark abweichen, müssen keine weiteren Diversifikationsanforderungen beachtet werden.

Art. 3 Anlagevorgaben für aktiv bewirtschaftete Anlagegruppen mit Forderungen

1 Bei aktiv bewirtschafteten Anlagegruppen gemäss Artikel 26a Absatz 1 Buchstabe a ASV mit Forderungen können die Benchmarkgewichtungen bei aktiver Bewirtschaftung um höchstens 5 Prozentpunkte überschritten werden. Bei hoher Bonität eines Staatsschuldners dürfen sie bis zu 50 Prozentpunkte höher sein.

2 Die Anlagestiftungen definieren in ihren Anlagerichtlinien mehrere Risikolimiten, damit die Risikostruktur der Anlagegruppen stets der Risikostruktur des Benchmarks ähnlich bleibt.

3 Sie legen in den Anlagerichtlinien eine minimale Anzahl zu haltender Schuldner fest.

4 Sie dürfen benchmarkfremde Schuldner bis zu höchstens 10 Prozent des Anlagegruppenvermögens halten. Schuldner mit hoher Bonität dürfen sie insgesamt bis zu 100 Prozent als Substitute verwenden. Überschreitungen der Schuldnerbegrenzung sind bei benchmarkfremden Schuldnern nicht zulässig. Liquidität gilt nicht als benchmarkfremde Anlage.

Art. 4 Anlagevorgaben für aktiv bewirtschaftete Anlagegruppen mit Beteiligungen

1 Bei aktiv bewirtschafteten Anlagegruppen gemäss Artikel 26a Absatz 1 Buchstabe a ASV mit Beteiligungen sind positive Abweichungen von den Benchmarkgewichtungen bis zu höchstens 5 Prozentpunkten möglich.

2 Die Anlagestiftungen definieren in den Anlagerichtlinien mehrere Risikolimiten, damit die Risikostruktur der Anlagegruppen stets der Risikostruktur des Benchmarks ähnlich bleibt.

3 Sie legen in den Anlagerichtlinien eine minimale Anzahl zu haltender Gesellschaften fest.

4 Der Anteil benchmarkfremder Gesellschaften ist auf 10 Prozent begrenzt. Überschreitungen der...

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