Risiken aus neuen Kooperationsformen: was sie für die Planerhaftpflichtversicherung bedeuten

Author:Mr Hans-Ulrich Brunner
Profession:Prager Dreifuss
 
FREE EXCERPT

Kernaussagen

Die Planerhaftpflichtversicherungen haben sich bislang - zumindest in der Schweiz und soweit ersichtlich - noch nicht spezifisch mit neuen Kooperationsformen auseinandergesetzt, wie sie vorliegend anhand von BIM oder Projektallianz (stellvertretend für Lean Construction Modelle) dargestellt werden. So gibt es beispielsweise keine spezifischen «BIM-Klauseln» und auch keine öffentlich zugänglichen «Best Practice» Empfehlungen für die Schweiz, wie das z.B. in Grossbritannien der Fall ist. Was die «alten» oder «traditionellen» Kooperationsformen anbelangt, so lässt sich bei der Planerhaftpflichtversicherung die Tendenz feststellen, die Versicherungsdeckung um so mehr einzuschränken, je enger die Zusammenarbeit zwischen den Baubeteiligten ist. So erhöhen sich die Deckungsvoraussetzungen sukzessive, wenn ein Planer Subplaner beizieht, als Generalplaner auftritt oder sogar die Funktion eines General- oder Totalunternehmers übernimmt. Wirkt der Planer als Mitglied in einer einfachen Gesellschaft mit, so entfällt grundsätzlich jegliche Deckung unter der Stammpolice des Planers. Diese Grundtendenz gilt es auch bei «neuen» Kooperationsformen zu berücksichtigen. So erscheint die Verwendung von BIM solange unproblematisch für die Planerhaftpflichtversicherung, als jeder Planer isoliert sein BIM-Modell entwickelt und dieses nachvollziehbar und beweisbar in ein gemeinsames Modell einbringt. Dies wird sich aber ändern, wenn in einer nächsten...

To continue reading

REQUEST YOUR TRIAL