Verordnung vom 14. Dezember 2009 über das Pilzreservat La Chanéaz, Gemeinde Montagny, Staatswald La Chanéaz

 
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ASF 2009_139 Verordnungvom 14. Dezember 2009Inkrafttreten: 01.01.2010über das Pilzreservat La Chanéaz, Gemeinde Montagny, Staatswald La ChanéazDer Staatsrat des Kantons Freiburggestützt auf das Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz; gestützt auf die Verordnung des Bundes vom 16. Januar 1991 über den Naturund Heimatschutz; gestützt auf die Artikel 281 und 282 des Einführungsgesetzes vom 22. November 1911 zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch für den Kanton Freiburg; gestützt auf den Beschluss vom 12. März 1973 betreffend den Schutz der freiburgischen Tier- und Pflanzenwelt; gestützt auf den Ausführungsbeschluss vom 28. Juni 1994 zur Bundesgesetzgebung über den Natur- und Heimatschutz; in Erwägung: Mit Beschluss vom 9. Juni 1975 wurde im Staatswald La Chanéaz auf dem Ge biet der Gemeinde Montagny-les-Monts das Pilzreservat La Chanéaz errichtet, mit dem Ziel, wissenschaftliche Studien der Pilzökologie in einem typischen Wald des Mittellandes durchführen zu können. Während der letzten 34 Jahre lag die Zuständigkeit für die wissenschaftlichen Arbeiten, die der freiburgische Pilzverein lanciert hatte, bei der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Die Forschungsarbeiten werden auf Probeflächen, die über das 75 ha grosse Pilzreservat verteilt sind, durchgeführt; abgesehen von einer Fläche, auf der die Auswirkungen von über die Wurzeln aufgenommenem Stickstoff untersucht werden (Mykorrhiza), sind die Arbeiten auf allen Flächen abgeschlossen. Diese Flächen, die sehr gut dokumentiert sind, wurden markiert, damit sie für allfällige ergänzende Forschungen, die auf den heute abgeschlossenen Arbeiten basieren, erhalten bleiben. Viele der erhobenen Daten müssen noch veröffentlicht werden.Ein Pilzreservat, dessen Flächen seit bald 35 Jahren sich selbst überlassen sind, ist einmalig; aufgrund zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen ist das Reservat europaweit bekannt und anerkannt. Damit die Langzeitstudien abgeschlossen werden können, ist eine Fläche der heutigen Ausdehnung nicht mehr vonnöten. Der Erhalt eines für die Diversität der verschiedenen Lebensräume repräsentativen Teils des gegenwärtigen Reservats dient als Kontrollfläche in der Zukunft. Diese Fläche wird es auch ermöglichen, die Reaktionen der Pilze auf Umwelteinflüsse ohne den Faktor des Pilzsammelns zu untersuchen. Auf dem Pilzlehrpfad, der 1992 in Zusammenarbeit mit der WSL gegründet...

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