Brandschutzverordnung (BSV)

 
KOSTENLOSER AUSZUG

Brandschutzverordnung (BSV)Vom 23. März 2005Der Regierungsrat des Kantons Aargau,gestützt auf die §§ 3 Abs. 2, 5, 8 Abs. 2 und 14 des Brandschutzgesetzes (Gesetz über den vorbeugenden Brandschutz) vom 21. Februar 1989 [1],beschliesst:1. Allgemeines§ 1Brandschutz-vorschriften1 Diese Verordnung legt die für Bauten, Anlagen und Einrichtungen massgebenden Anforderungen sowohl des allgemeinen als auch des baulichen, technischen und betrieblichen Brandschutzes fest.2 Soweit Anforderungen aufgrund der Nutzung oder Geschosszahl festgelegt werden, gelten für die Belange des Brandschutzes als:a) Beherbergungsbetriebe:– insbesondere Krankenhäuser, Alters- und Pflegeheime, in denen dauernd oder vorübergehend 10 oder mehr Personen aufgenommen werden, die auf fremde Hilfe angewiesen sind; – insbesondere Hotels, Pensionen und Ferienheime, in denen dauernd oder vorübergehend 15 oder mehr Personen aufgenommen werden, die nicht auf fremde Hilfe angewiesen sind;b) Verkaufsgeschäfte:solche mit einer gesamten Verkaufsfläche von mehr als 1200 m2;c) Bauten und Anlagen mit Räumen mit grosser Personenbelegung:Mehrzweck-, Sport- und Ausstellungshallen, Schulbauten mit Sälen, Bahnstationen, Theater, Kinos, Restaurants und ähnliche Versammlungsstätten mit Räumen, in denen sich mehr als 100 Personen aufhalten können, Verkaufsgeschäfte mit weniger als 1200 m2 Verkaufsfläche, sofern die ermittelte Belegung mehr als 100 Personen beträgt;d) Parkhäuser und Einstellräume für Motorfahrzeuge:solche mit einer Grundfläche von mehr als 150 m2;e) Geschosse:alle Voll-, Dach- und Attikageschosse;f) Hochhäuser:Bauten, deren oberstes Geschoss mehr als 22 m über dem der Feuerwehr dienenden angrenzenden Terrain liegt beziehungsweise mehr als 25 m Traufhöhe aufweist;g) Bürobauten:solche mit mindestens zwei oberirdischen Geschossen und mehr als 600 m2 Bruttogeschossfläche pro Stockwerk;h) Schulen und Kindergärten:solche, die nicht auf das Erdgeschoss beschränkt sind;i) industrielle Betriebe:solche gemäss Artikel 5 des Bundesgesetzes über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Arbeitsgesetz) vom 13. März 1964 [2];k) Gewerbebetriebe:solche mit über 300 m2 gewerblich genutzter Fläche, bei denen eine besondere Brand- oder Explosionsgefahr besteht, wie Lösungsmittel und Holz verarbeitende Betriebe, Farbspritzanlagen, Autoreparaturwerkstätten, Apotheken, Drogerien, Herstellung chemisch-technischer Produkte usw.;l) Lagerhäuser, -räume und -plätze:solche ab einer Lagerfläche von 600 m2 pro Stockwerk oder insgesamt 1800 m2 Lagerfläche, ferner Lagerplätze ab 1800 m2 Lagerfläche.§ 2Brandschutz-gesuch, Verfahren, Anforderungen1 Brandschutzgesuche für kommunale Brandschutzbewilligungen sind dem Gemeinderat der Standortgemeinde einzureichen.2 Das Gesuchsverfahren für kantonale Brandschutzbewilligungen, eingeschlossen Gesuche um Vorentscheide, richtet sich nach dem Gesetz über Raumplanung, Umweltschutz und Bauwesen (Baugesetz, BauG) vom 19. Januar 1993 [3].3 Im Brandschutzgesuch ist darzustellen, mit welchen Massnahmen der gesetzliche Brandschutz erfüllt wird. Sind Alternativmassnahmen zu den vorgeschriebenen Massnahmen vorgesehen, hat die Bauherrschaft schriftlich in ausreichender Weise...

Um weiterzulesen

FORDERN SIE IHR PROBEABO AN