Résumé
The growing number of free trade areas has resulted in an increasing importance of preferential rules of origin. Regularly, these instruments are used as protectionist devices. Rules of origin are becoming obstacles for international trade. In this paper, firstly the various types of rules of origin and their administration will be explained. The analysis of the consequences for international trade shows that rules of origin can produce trade diversion. The attempts of the European Union to reduce the welfare-reducing effects of free trade areas by creating pan-European rules of origin have been only partly successful. The rules of origin in the North American Free Trade Agreement (NAFTA) show a clear protectionist bias in some product groups.
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Extrait
Präferenzielle Ursprungsregeln in Freihandelszonen: Hemmnisse Für Den Internationalen Handel?
1 Einleitung
In den vergangenen Jahren hat die Zahl bilateraler Freihandelszonen drastisch zugenommen. Dies hat erhebliche Konsequenzen: Beispielsweise können Streitschlichtungsverfahren auf die bilaterale Ebene verlegt und somit Formen der Regulierung ausserhalb der WTO geschaffen werden. Dieser Trend stellt eine grosse Herausforderung für die multilaterale Handelsordnung dar.1 Doch ist die Unterminierung der Streitschlichtungsmechanismen nicht der einzige Nachteil des handelspolitischen Bilateralismus.Ein weiteres zentrales Problem von Freihandelszonen ist, dass sie Regeln benötigen, die den Ursprung eines Produktes festlegen. Ursprungsregeln und Ursprungszertifikate können insofern äusserst schädlich für die Liberalisierung des internationalen Handels sein, als sie komplizierte administrative Massnahmen erfordern.2 Die Problematik von Ursprungsregeln hat nicht nur wegen der sprunghaften Zunahme von Freihandelszonen an Bedeutung gewonnen, sondern auch deshalb, weil Produktionsprozesse immer stärker über mehrere Länder verteilt worden sind und demzufolge der Handel mit Vor- oder Zwischenprodukten stark zugenommen hat.Ursprungsregeln spielen im internationalen Handelssystem daher eine immer wichtigere Rolle. Dabei lässt sich ein Trend zur Nutzung von Ursprungsregeln als strategisches Instrument zur Steuerung des internationalen Handels feststellen, das heisst als protektionistische Massnahme.3 Die Regelwerke werden so konstruiert, dass ausländische Anbieter benachteiligt und inländische Anbieter vor Konkurrenz geschützt werden. Dies ist eine ernste Herausforderung für das internationale Handelssystem und insbesondere für die WTO. Es ist zu fragen, ob Ursprungsregeln im internationalen Handel gleichsam die dritte Generation von Handelshemmnissen darstellen: Nach Zöllen und nicht-tarifären Handelshemmnissen hat sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein neues Mittel zum Schutz der einheimischen Industrien herausgebildet.Die WTO hat sich in den vergangenen Jahren zwar mit der Harmonisierung von nicht-präferenziellen Ursprungsregeln beschäftigt, ohne aber auf diesem Teilgebiet bislang einen Erfolg errungen zu haben. Wichtig wäre, dass in Genf gegen das verworrene Gestrüpp existierender Ursprungsregeln durch eine Vereinheitlichung der Verfahren vorgegangen wird. Die Forderung nach weltweit einheitlichen Ursprungsregeln ist allerdings nicht neu. Schon während der Verhandlungen zum GATT-Vertrag im Jahr 1947 wurde über die Schaffung einheitlicher Ursprungsregeln diskutiert, eine Einigung konnte indes nicht erzielt werden.4 Die Debatten gingen weiter: In den frühen fünfziger Jahren drängte die Internationale Handelskammer auf die Entwicklung einheitlicher Ursprungsregeln, auch dieser Vorstoss verlief im Sande.5 Der Allgemeine Rat des GATT beriet im Jahr 1955 über die Vorschläge der Internationalen Handelskammer, ein Konsens konnte auch i...Voir le contenu complet de ce document
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