Résumé
When the General Tariff and Trade Agreement was initiated in 1947, the goal of this system was the mutual opening of national markets. In the meantime, the created world trading order is in danger to split apart into regional markets. The World Trade Organization (WTO) currently counts 200 trade unions, free trade areas, preferential agreements and economic partnerships that went back to introducing their own tariffs, distanced themselves from the most favoured nation and national treatment clauses and created additional trade barriers such as certificates of origin. The first part of the paper contains a conceptional differentiation of regional free trade areas; the second part discusses the proliferation of regional agreements despite GATT and WTO. The necessary corrections are debated in the third part of the article. Without any countermeasures, the world order created by GATT and the WTO will continue to lose appeal and even be threatened in its existence.
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Extrait
Reformbedarf Der Wto Im Bereich Der Integrations- Und Präferenzabkommen
1 Einleitung
Gegenwärtig sind 149 der 150 WTO-Mitglieder Partner eines oder mehrerer Integrations- oder Präferenzräume. Allein die Mongolei ist keine derartige Vereinbarung eingegangen (Crawford and Fiorentino 2005). In vielen Mitgliedern der Welthandelsorganisation (World Trade Organization, WTO) entfallen 50 bis 70 Prozent ihres Aussenhandels auf präferenzielle Handelsräume. In einigen wenigen Märkten erreicht dieser Anteil bis zu 90 Prozent.1 Die bisherigen Grundprinzipien der Welthandelsordnung, die Meistbegünstigung und die Inlandgleichbehandlung, werden mehr und mehr zur Ausnahme.War das letzte halbe Jahrhundert vom Bestreben geprägt, die nationalstaatlich organisierten Märkte im Rahmen des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (General Agreement on Tariffs and Trade, GATT) in eine einheitliche und multilateral freiheitliche Welthandelsordnung einzubringen, fällt heute diese Vereinheitlichung wiederum in eine Vielzahl von eigenständigen Freihandelsräumen auseinander. Die Attraktivität der WTO sinkt. Handelspartner wie Russland sind immer weniger an einer Beteiligung an der WTO interessiert. Der russische Präsident Wladimir W. Putin hat kürzlich vorgeschlagen, eine Alternative zur WTO zu schaffen, eine Institution des freien Handels.2Welche Anstrengungen und Reformen sind notwendig, um eine erneute Zersplitterung der heute geltenden Welthandelsordnung zu verhindern und das in der WTO Erreichte zu wahren?An erster Stelle folgt eine begriffliche Abgrenzung zwischen den verschiedenen präferenziellen und freihändlerischen Abkommen, ergänzt durch einige Hinweise auf deren handelspolitische Bedeutung. Der anschliessende Abschnitt zeigt, wie die Integrations- und Präferenzvereinbarungen bei der Schaffung des GATT unterschätzt und im Verlauf der GATT-Handelsrunden, bis und mit der Uruguay- Runde, verkannt wurden. Der Schlussteil enthält einige Vorschläge zur Veränderung beziehungsweise Ergänzung der im GATT und in der WTO verankerten Integrations- und Präferenzbestimmungen. Welche Reformen sind im Rahmen der WTO notwendig, um ein Auseinanderfallen des von der WTO angestrebten Weltmarktes in regionale Teilmärkte zu verhindern?2 Begriffliche Abgrenzung und Bedeutung der präferenziellen AbkommenIn wohl keinem Bereich der Aussenhandelspolitik ist eine derartige Vielfalt an Begriffen anzutreffen w...Voir le contenu complet de ce document
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