Résumé
After the liberalisation of the air transport sector in the mid-1990s, a new type of airlines emerged on the European air transport market: low cost carriers. Due to specific operational conditions they exhibit double-digit growth rates and largely shape the quantitative and qualitative development of the European air transport sector. In its precedence decision on Charleroi Airport on February 12, 2004, the European Commission has proved to judge these low cost carriers to be a desirable phenomenon. In fact they have positive economic and social effects. On the other hand, though, the extremely high growth rates seem questionable from an ecological point of view. If the European Union wishes to live up to the concept of Sustainable Development as stated in the Community Treaty, the aspect of ecology must be given more weight.
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Extrait
Low Cost Carrier: Hintergründe Und Problematik Des Billigflugtrends Im Europäischen Luftverkehr
1 Einleitung
In den letzten Jahren konnte sich im europäischen Luftverkehrsmarkt ein neuer Airline-Betriebstyp etablieren, der im Unterschied zu den krisenbehafteten traditionellen International Passage Airlines und Regional-fluggesellschaften zweistellige Wachstumsraten verzeichnet: die Low Cost Carrier. Angesichts ihres durchschlagenden Erfolgs stellt sich die Frage, inwiefern sich Billigflieger von anderen Fluggesellschaften unterscheiden, und wie ihre beeindruckenden Discountangebote über langere Zeit hinweg betriebswirtschaftlich möglich sind. Der vorliegende Beitrag möchte in einem ersten Teil diese Fragen beantworten. Darüber hinaus wird als zweites das Billigflugphänomen im spezifischen europäischen Kontext betrachtet. Hierzu gehört insbesondere die Frage, wo die Low Cost Carrier im rechtlichen und verkehrspolitischen Rahmen der EU stehen: Weshalb etablierten sie sich erst ab den 90er-Jahren? Und handelt es sich bei ihnen um eine von der Europäischen Gemeinschaft erwunschte Erscheinung?Als Drittes wird schliesslich die Frage aufgegriffen, ob die Billigcarrier mit der im Europäischen Gemeinschaftsvertrag (EGV) verankerten, verbindlichen Verpflichtung zu einer nachhaltigen Entwicklung (Art. 2 und 6 EGV) vereinbar sind. Ziel hierbei ist, grundsätzliche Überlegungen zum Verhältnis der Low Cost Carrier zum Postulat der Nachhaltigkeit anzustellen.2 Low Cost Carrier2.1 DefinitionBei den so genannten Billigfliegern - auch Low Cost Carrier (LCC) oder Nofrills-Carrier1 genannt - handelt es sich um einen spezifischen Typ von Fluggesellschaften, der sich in betriebsrelevanten Kriterien von anderen Airline-Arten unterscheidet. Ausschlaggebend ist hierbei die Kombination von folgenden vier Betriebselementen: (1) Betrieb von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, (2) vergleichsweise tiefe Betriebskosten, (3) erhebliche Reduktion des Kundenservices und (4) Anbieten von Linienflügen.2 Im Gegensatz zu den International Passage Airlines und Regionalfluggesellschaften bedienen LCC also nur Punkt zu Punkt-Strecken, unterhalten somit keine Netze oder Umsteigebeziehungen. Sie weisen sehr tiefe Betriebskosten auf, die im Fall von Ryanair bis zu 60% unter dem Durchschnittsniveau «normaler» Fluggesellschaften li...Voir le contenu complet de ce document
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