Résumé
Vital resources such as drinking water stand due to their scarceness ever more frequently in the focus of measures of development policy. Not only are many smaller organizations increasingly launching programs for the potable water supply, but so are large financial establishment icons such as the World Bank and International Monetary Fund (IMF).
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Extrait
Privatisierung Und Liberalisierung Der Wasserversorgung Auf Druck von Internationalen Finanzinstitutionen Und Wto - Sind Die Vorwürfe Der Ngos Berechtigt?
1 Einleitung
«Die globale Wasserkrise ist zur grossen Herausforderung für die internationale Gemeinschaft geworden.»Mit diesem Satz trat Generalsekretär KOFI ANNAN vor die UNO-Generalversammlung, als er das Jahr 2003 zum Jahr des Süsswassers erklärte.1 Durch das enorme Bevölkerungswachstum, die Klimaveränderungen und die Umweltverschmutzung ist Wasser zu einem knappen und umstrittenen Gut geworden, das vielfältige Konflikte auslöst - von der Nutzung internationaler Flussläufe über den Wasserverbrauch der Landwirtschaft bis zur Abwasserreinigung oder dem Schutz von Ökosystemen. Auch die Wirtschaft hat das Wasser als lukratives Geschäft entdeckt. Grosse Konzerne streiten sich mit den Regierungen uni Wassernutzungsrechte, der Handel mit Trinkwasser boomt, und die Frage der Bereitstellung, Reinigung und Aufbereitung von Abwasser sowie Trinkwasser gewinnt laufend an Bedeutung.Im vorliegenden Aufsatz wird aus der ganzen Problematik der Aspekt der lokalen Trinkwasserversorgung herausgegriffen: Bei den heftigen Diskussionen in diesem Bereich stehen die Entwicklungslander im Zentrum, da dort die Versorgung mit der lebenswichtigen Ressource am dringendsten vorangetrieben werden muss. In ihren Millenium Goals haben die Vereinten Nationen (UNO) festgelegt, dass sie bis 2015 die Zahl der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, um die Hälfte reduzieren wollen.2 Internationale Finanzinstitutionen wie der Internationale Währungsfond (IMF) und die Weltbank unterstutzen dieses Ziel in ihren offiziellen Stellungnahmen,3 doch viele Non-Governmental Organisations (NGO) werfen ihnen vor, nicht wirklich im Interesse der Armen zu handeln. Sie würden die Entwicklungslander unter Druck setzen, ihre Wasserversorgung zumindest teilweise zu privatisieren, zu deregulieren und zu liberalisieren und dadurch eine Verschlechterung statt eine Verbesserung der Situation zu bewirken. Auch die Welthandelsorganisation (WTO) kommt ins Kreuzfeuer der Kritik, weil einflussreiche Mitgliedstaaten die Vertragsverhandlungen angeblich missbrauchen, uni die Schedules4 der Entwicklungsländer, in denen diese ihre Wasserversorgung von der Marktöffnung ausnehmen können, aufzuweichen.Das Ziel des vorliegenden Aufsatzes ist es, diese Vorwürfe zu sammeln und zu gliedern und den offiziellen Stellungnahmen von IMF, Weltbank und WTO gegenüberzustellen. Als Indikator für die effektiven Bestrebungen der Finanzinstitutionen wurden die Poverty Reduction Strategy Papers (PRSPs)5 derjenigen Entwickungsländer, welche bei Weltbank und IMF Kredite beziehen, ausgewertet. Im Rahmen der WTO wurden fur dieselben Länder die Schedules untersucht. Der Aufsatz schliesst mit einem Fazit, welches die einzelnen Argumente nochmals zusammenstellt und bewertet.2 Die Vorw¨rfe der NGOsZu Beginn werden die verschiedenen Vorwurfe der NGOs zur Privatisierung, Deregulierung und Liberalisierung der staatlichen Wasserversorgungen präsentiert. Dazu wurden einige ausgewähl...Voir le contenu complet de ce document
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