Résumé
Inflation differentials across the members of a currency union are equivalent to changes of the real exchange rate. This may explain why the divergent inflation rates inside Euroland attracted such a strong academic attention. This paper surveys the recent discussion. After a short presentation of the data, we show that neither the price-convergence hypothesis nor the Balassa-Samuelson effect can explain the observed inflation differentials in a satisfying manner. Instead, a new Keynesian macro model is used to show that structural differences between the member states can account for the observed inflation differentials. Particularly, these structural differences are regional shocks in goods demand, the asymmetric effects of the up and down of the Euro/Dollar exchange rate, and asymmetric effects of the common monetary policy, turn out to be more important.
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Extrait
Inflationsdifferenzen Im Euroraum - Eine Bestandsaufnahme
(ProQuest Information and Learning: ... denotes formulae omitted.)
1 EinleitungDie Befürchtung, die Europäische Währungsunion (EWU) werde sich zu einer Inflationsgemeinschaft entwickeln, hat Wirkung gezeigt: Ganz im Stile einer sich selbst zerstörenden Prognose sind bei der Konstituierung der gemeinsamen Geldpolitik Vorkehrungen getroffen worden, die das Eintreten dieses Szenarios bis dato verhindert haben. Zu allgemeiner Zufriedenheit in Academia wie in der öffentlichen Meinung hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Instrumentarium dazu genutzt, eine auf Preisstabilität ausgerichtete Politik zu betreiben (vgl. BEGG ET AL. 2002; MICHAELIS und PFLÜGER 2002). Nun bedeutet eine euroweit moderate Inflationsrate keineswegs eine moderate Inflationsrate für jedes einzelne Mitgliedsland. In den ersten Jahren waren die Inflationsdifferenzen innerhalb des Euroraums so substanziell, dass beispielsweise Irland das Maastrichter Kriterium für den Beitritt zur EWU, wonach die eigene Inflationsrate um nicht mehr als 1.5 Prozentpunkte vom Durchschnitt der drei preisstabilsten Länder abweichen darf, regelmässig verfehlt hätte. Ziel dieses Beitrags ist es, die einschlägigen Argumente bezüglich der Ursachen und Konsequenzen dieser Inflationsdifferenzen in möglichst kohärenter Form darzustellen.Inflationsdifferenzen innerhalb einer Währungsunion sind nicht ungewöhnlich, es gab und gibt sie in der «Währungsunion» USA, es gab und gibt sie innerhalb der «Währungsunion» Deutschland. Viel Aufmerksamkeit wurde ihnen nicht zuteil. Auf Ebene der EWU ist dies jedoch gà'nzlich anders, und zwar aus folgenden Gründen (vgl. HONAHAN und LANE 2003): Erstens ist innerhalb der EWU die Migration der Arbeitskräfte geringer als in den USA oder innerhalb Deutschlands, zudem existiert auf EU-Ebene kein starker Zentralhaushalt. Asymmetrische Schocks müssen dann verstärkt über eine Anpassung der Güterpreise absorbiert werden, was sich in grösseren und länger anhaltenden Inflationsdifferentialen widerspiegeln wird. Darüber hinaus steht infolge des Stabilitäts- und Wachstumspaktes die nationale Fiskalpolitik nur eingeschränkt als Schockabsorber zur Verfügung. Zweitens wird in der breiten Öffentlichkeit inklusive der Wirtschaftspolitik nicht die euroweite, sondern in erster Linie die nationale Inflationsrate zur Kenntnis genommen. In Ländern mit vergleichs...Voir le contenu complet de ce document
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