Freisetzungsversuch mit gentechnisch verändertem KP4-Weizen in Lindau (ZH) Bewilligungsgesuch vom 4. Januar 2001 der ETH Zürich, vertreten durch das Institut für Pflanzenwissenschaften

Auszug


Freisetzungsversuch mit gentechnisch verändertem KP4-Weizen in Lindau (ZH) Bewilligungsgesuch vom 4. Januar 2001 der ETH Zürich, vertreten durch das Institut für Pflanzenwissenschaften

Freisetzungsversuch mit gentechnisch verändertem KP4-Weizen in Lindau (ZH)

Bewilligungsgesuch vom 4. Januar 2001 der ETH Zürich, vertreten durch das Institut für Pflanzenwissenschaften Verfügung vom 20. November 2001

Referenz-Nr. B00003

A. Sachverhalt

1. Am 17. November 2000 reichte die ETH Zürich, vertreten durch das Institut für Pflanzenwissenschaften (Gesuchstellerin), dem Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) ein Gesuch für einen Freisetzungsversuch mit transgenem KP4-Weizen ein. Das BUWAL wies das Gesuch zurück, weil es unvollständig war.

2. Am 4. Januar 2001 reichte die Gesuchstellerin ein neues, überarbeitetes Gesuch für einen Freisetzungsversuch mit transgenem KP4-Weizen ein. Die vorgesehene Versuchsfläche misst ca. 90 m2. Ziel des Versuchs ist es, die fungizide Wirkung von gentechnisch verändertem, KP4 («Killer Protein 4») exprimierendem Weizen gegenüber dem samenbürtigen Erreger des Weizenstinkbrandes (Tilletia tritici) unter Feldbedingungen zu prüfen. Vorversuche im Gewächshaus haben gezeigt, dass derart transformierte Weizenpflanzen eine verringerte Anfälligkeit gegenüber diesem Pilz besitzen. Die für den Versuch vorgesehenen Weizenpflanzen sind gentechnisch verändert worden, indem zwei Fragmente aus dem pUC19-Plasmid als Vektor ins Genom integriert wurden. Diese Fragmente enthalten namentlich:

a. DNA-Sequenzen mit jeweils einem funktionellen Gen für das Killer-Protein 4 (KP4), dessen Expression vom Mais-Ubiquitin-Promoter kontrolliert und vom 35 S Terminator des Blumenkohlmosaikvirus beendet wird. Die Anzahl der eingeführten Sequenzen ist nicht bekannt.

b. DNA-Sequenzen für eine Toleranz gegen das Herbizid Phosphinothricin. Dazu wurde das bar-Gen aus dem Bodenbakterium Streptomyces hygroscopicus transferiert, das zwischen dem Actin-Promoter aus Reis und dem 35S-Terminator des Blumenkohlmosaikvirus liegt. Auch hier ist die Anzahl der integrierten Gene nicht bekannt.

c. DNA-Sequenzen für eine Anti...

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