Résumé
Taking into account that international tax competition is going stronger, first arguments in favour of abolishing corporate income taxation or even any capital income taxation are presented. Second, the arguments in favour of capital income taxation and especially of corporate income taxation are discussed. There, we also consider those arguments which explain differences in the behaviour of "small" compared to "big" countries. Then, we describe the recent international development of corporate income taxation and especially the Swiss situation in the international corporate income tax competition. That the burden of those taxes is still rather low in Switzerland does, however, not imply that there is no need for a reform of business taxation. Thus, we finally point to some areas where reforms might be desirable and we also discuss the problem of capital income taxation somewhat more generally.
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Extrait
Die Bedeutung Der Körperschaftssteuer: Theoretische Überlegungen, Die Internationale Entwicklung Und Die Situation Der Schweiz
1 Einleitung
Wir leben in einer Zeit, in welcher der Steuerwettbewerb immer intensiver wird. Dieser hat positive, aber auch negative Konsequenzen.1 Während es beim interkantonalen Steuerwettbewerb möglich sein sollte, durch den (neuen) Finanzausgleich die negativen Auswirkungen soweit einzudämmen, dass die positiven Effekte eindeutig überwiegen,2 gibt es auf der internationalen Ebene kein solches Instrument des Ausgleichs. Entsprechend umstritten ist deshalb auch, wie weit dieser Wettbewerb gehen sollte bzw. ab wann er als «unfair» zu betrachten ist.3 Er betrifft zum einen die Steuern auf die persönlichen Einkommen (reicher Steuerzahler), vor allem aber die Unternehmenssteuern und dabei insbesondere deren wichtigste Steuer, die Körperschaftssteuer (Ertragssteuer). Dies führt, wie unten noch dargestellt werden wird, zu einem Druck auf die Steuersätze: Die Sätze der Körperschaftssteuer sind für verteilte wie für unverteilte Gewinne in wichtigen Industriestaaten in den letzten beiden Jahrzehnten massiv gesunken; der durchschnittliche Steuersatz lag in den OECD-Staaten zu Beginn der 80er-Jahre bei fast 50 Prozent und liegt heute unter 35 Prozent.4 Ähnliches gilt für die Europäische Union, wo sich diese Tendenz durch die Aufnahme der zehn neuen Mitglieder in diesem Jahr noch verstärken wird.5 Extrapoliert man diese Entwicklung, dann könnte es sogar zur gänzlichen Abschaffung von Körperschaftssteuern kommen.Während Laien die Existenz von Körperschaftssteuern als selbstverständlich ansehen und ihre Abschaffung vermutlich als einen groben Verstoss gegen die Gerechtigkeit betrachten würden, besteht für Ökonomen diesbezüglich ein «Puzzle», da es eine Reihe von Gründen gibt, weshalb es «eigentlich» keine solchen Steuern (mehr) geben sollte. Dabei spielen sowohl normative als auch positive Überlegungen eine Rolle. Zudem sollte eine Körperschaftssteuer, wenn sie schon erhoben wird, auf die persönliche Einkommenssteuer anrechenbar sein. Tatsächlich aber gibt es in vielen Ländern (wie in der Schweiz) eine Besteuerung der Gewinne sowohl auf der Ebene des Unternehmens als auch bei den privaten Haushalten. Eine derartige Doppelbesteuerung bestimmter Einkommensanteile ist jedoch sowohl aus Effizienz- wie auch aus Gerechtigkeitsgründen problematisch.Betrachtet man die empirische Evidenz, so ist, sieht man von einigen eher exotischen Steuerparadiesen...Voir le contenu complet de ce document
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