Résumé
Regeste
Eigentumsgarantie und Art. 4 BV; Pflicht zur Erstellung privater Parkflächen, Festsetzung einer Ersatzabgabe. 1. Die im Baurecht der Stadt Zug vorgesehene Pflicht, bei Neu- und Umbauten auf privatem Grund Parkgelegenheiten zu schaffen, verstösst nicht gegen die Eigentumsgarantie (Erw. 2-4). 2. Es ist mit dem Gebot der Rechtsgleichheit vereinbar, eine solche Pflicht nur den Erstellern von Neu- und Umbauten, nicht aber auch den Eigentümern bestehender Bauten aufzuerlegen (Erw. 5a). 3. Für den Fall, dass die Erstellung privater Parkflächen unmöglich oder mit unverhältnismässigen Kosten verbunden ist, kann die Bezahlung einer Ersatzabgabe vorgesehen werden; Rechtsnatur dieser Abgabe (Erw. 6). 4. Wieweit kann der kantonale Gesetzgeber die Befugnis zur Festsetzung der Ersatzabgabe dem kommunalen Gesetzgeber übertragen? (Erw. 7). 5. Bemessung der Ersatzabgabe (Erw. 8). ****************************************RegesteGarantie de la propriété et art. 4 Cst.; obligation d'établir des places de parc privées, fixation d'une contribution de remplacement. 1. L'obligation, prévue dans le règlement des constructions de la ville de Zoug, d'établir des places de parc sur fonds privé lors de constructions nouvelles et de transformations ne viole pas la garantie de la propriété (consid. 2 à 4). 2. Il est compatible avec le principe de l'égalité de traitement de n'imposer une telle obligation qu'aux propriétaires qui entreprennent une nouvelle construction ou une transformation et non aux propriétaires de bâtiments existants (consid. 5a). 3. Pour le cas où l'établissement de places de parc privées serait impossible, ou ne pourrait se faire que moyennant des frais disproportionnés, le paiement d'une contribution de remplacement peut être prévu; nature juridique d'une telle contribution (consid. 6). 4. Dans quelle mesure le législateur cantonal peut-il déléguer au législateur communal la compétence de fixer la contribution de remplacement? (consid. 7). 5. Détermination de la contribution de remplacement (consid. 8). ****************************************RegestoGaranzia della proprietà e art. 4 CF; obbligo di costruire posteggi privati, fissazione di un contributo sostitutivo. 1. L'obbligo, previsto nel regolamento edilizio della città di Zugo, di costruire posteggi su terreni privati in caso di nuove costruzionio di trasformazioni, non viola la garanzia della proprietà (consid. 2 a 4). 2. È compatibile con il precetto dell'egualianza di trattamento l'imposizione di un simile contributo ai soli proprietari che intraprendono una nuova costruzione o una trasformazione, e non già ai proprietari di costruzioni esistenti (consid. 5a). 3. Per il caso in cui la costruzione di posteggi privati fosse impossibile, o fosse attuabile solo mediante spese sproporzionate, può essere previsto il pagamento di contributi sostitutivi; natura giuridica di un tale contributo (consid. 6). 4. In quale misura il legislatore cantonale può delegare al legislatore comunale la competenza per fissare il contributo sostitutivo? (consid. 7). 5. Determinazione del contributo sostitutivo (consid. 8).Voir le contenu complet de ce document
Extrait
Arrêt de Tribunal Federal Nº 97 I 792, de 20 Octobre 1971
Chapeau
97 I 792115. Auszug aus dem Urteil vom 20. Oktober 1971 i.S. Reutemann gegen Stadtrat Zug und Regierungsrat des Kantons Zug.Faits à partir de page 793 BGE 97 I 792 S. 793Aus dem Sachverhalt:A.- Das kantonale Baugesetz für die Stadtgemeinde Zug vom 27. November 1932 (BG) wurde am 5. April 1962 durch folgende, sofort in Kraft tretende Bestimmung ergänzt:"§ 58bis Bei sämtlichen Neubauten und grösseren Umbauten sind auf privatem Grund Einstellgaragen oder Abstellflächen für Motorfahrzeuge der Hausinsassen, Benützer oder Besucher zu schaffen.Der Einwohnerrat setzt die Zahl der Abstellgaragen oder Abstellflächen auf Grund eines von der Einwohnergemeindeversammlung erlassenen Reglementes im Einzelfall fest.Wenn die örtlichen Verhältnisse die Schaffung von Abstellflächen nicht zulassen, kann der Bauherr gegen Leistung einer entsprechenden Abfindungssumme von dieser Verpflichtung entbunden werden. Die Einnahmen sind ausschliesslich für die Schaffung vermehrter öffentlicher Parkierungsmöglichkeiten zu verwenden."Das in Abs. 2 vorbehaltene Reglement (im folgenden Parkplatzreglement genannt) wurde am 21. März 1967 vom Grossen Gemeinderat der Stadt Zug erlassen und am 12. Juni 1967 vom Regierungsrat des Kantons Zug genehmigt. Gemäss § 2 ist die Zahl der Einstellgaragen oder Abstellflächen, je nach der Nutzungsart der Gebäude, nach der Zahl der Wohnungen, der Bruttonutzfläche, der Zahl der Beschäftigten, der Zahl der Betten, der Zahl der Sitzplätze, der Zahl der Zuschauer, der Zahl der Klassenzimmer oder aufgrund spezieller Erhebungen festzusetzen; dabei wird bei Gebäuden, die mehreren Zwecken dienen, der Bedarf an Parkflächen für jede Nutzungsart separat berechnet. Nach § 5 ist bei Wohnhäusern pro Wohnung und bei Restaurants und Cafés pro 6 Sitzplätze ein Parkplatz zuBGE 97 I 792 S. 794erstellen. § 10 setzt die Ablösungssumme pro Parkplatz einheitlich auf Fr. 4000.-- fest....Voir le contenu complet de ce document
