Arrêt de Ire Cour de Droit Public, 14 décembre 1988

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Résumé


Regeste

Art. 85 lit. a OG; Einheit der Form einer Initiative, Vereinbarkeit einer Initiative mit dem Rechtsgleichheitsgebot. 1. Eine in der Stadt Zürich eingereichte Initiative, welche die Errichtung einer gemeinnützigen Stiftung zur Erhaltung von preisgünstigem Wohnraum vorsieht und die Ausarbeitung des Stiftungsstatus an das Gemeindeparlament delegiert, verstösst nicht gegen das in § 2 des Zürcher Gesetzes über das Vorschlagsrecht des Volkes vom 1. Juni 1969 (GVV) verankerte Prinzip der Einheit der Form von Initiativen (E. 3). 2. Die in der Initiative für den Regelfall vorgesehene Bevorzugung von Genossenschaften als Mieter oder Baurechtsnehmer verstösst nicht gegen das Rechtsgleichheitsgebot. Bei verfassungskonformer Auslegung des Initiativtextes ist auch ein Abschluss von Einzelmietverträgen, namentlich im Falle des Erwerbs bestehender Miethäuser durch die Stiftung, nicht ausgeschlossen (E. 4).

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Regeste

Art. 85 let. a OJ; unité de forme d'une initiative; conformité d'une initiative au principe d'égalité. 1. Une initiative déposée en ville de Zurich prévoit de créer une fondation d'utilité publique en vue de maintenir des logements à bon marché et délègue l'élaboration de ses statuts au parlement communal; cela ne viole pas le principe de l'unité de la forme de l'initiative fixé à l'art. 2 de la loi zurichoise sur le droit d'initiative du 1er juin 1969 (consid. 3). 2. Selon l'initiative, lors de la conclusion des baux et l'octroi des droits de superficie, la préférence doit être accordée en général aux sociétés coopératives. Cela ne viole pas le principe de l'égalité de traitement. Du reste, si l'on interprète le texte de l'initiative conformément à la Constitution, il ne serait pas exclu de conclure des baux individuels, notamment au cas où la fondation ferait l'acquisition de bâtiments locatifs existants (consid. 4).

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Regesto

Art. 85 lett. a OG; unità di forma di un'iniziativa; conformità di un'iniziativa al principio dell'uguaglianza. 1. Un'iniziativa presentata nella città di Zurigo che prevede la creazione di una fondazione di utilità pubblica destinata a mantenere abitazioni a prezzi vantaggiosi e che delega al legislativo communale l'elaborazione dello statuto della fondazione, non viola il principio dell'unità della forma dell'iniziativa stabilito dal § 2 della legge zurighese sul diritto d'iniziativa del 1o giugno 1969 (consid. 3). 2. La preferenza, prevista dall'iniziativa, da accordare, di regola, alle società cooperative quali conduttori o superficiari, non viola il principio dell'uguaglianza di trattamento. Interpretando il testo dell'iniziativa in modo conforme alla Costituzione, non sarebbe d'altronde esclusa la possibilità di concludere contratti di locazione individuali, in particolare laddove la fondazione acquistasse immobili locativi esistenti (consid. 4).

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Extrait


Arrêt de Ire Cour de Droit Public, 14 décembre 1988

Chapeau

114 Ia 413

69. Auszug aus dem Urteil der I. öffentlichrechtlichen Abteilung vom 14. Dezember 1988 i.S. Sozialdemokratische Partei des Kantons Zürich und Mitbeteiligte gegen Regierungsrat des Kantons Zürich sowie X. und Mitbeteiligte (staatsrechtliche Beschwerde)

Faits à partir de page 414

BGE 114 Ia 413 S. 414

A.- Am 20. Januar 1982 reichte die Sozialdemokratische Partei der Stadt Zürich beim Präsidenten des Gemeinderates der Stadt Zürich folgende Volksinitiative ein:

"Für die Errichtung einer öffentlich-rechtlichen Stiftung der Stadt

Zürich zur Erhaltung von preisgünstigen Wohn- und Gewerberäumen wird

ein Kredit von 50 Millionen Franken bewilligt.

Der Gemeinderat wird ermächtigt, der Stiftung die zur Verfolgung des

Stiftungszweckes und zur Erhaltung des Stiftungsvermögens nötigen

jährlichen Beiträge zu gewähren.

Innerhalb von sechs Monaten nach Annahme dieser Initiative erlässt der

Gemeinderat ein Stiftungsstatut nach folgenden Grundsätzen:

1. Die Stiftung bezweckt den Erwerb von Liegenschaften, um in

bestehenden und eventuell in neu zu erstellenden Bauten preisgünstigen

Wohnraum und preisgünstige Räumlichkeiten für Kleinbetriebe zu erhalten

oder zu schaffen. Zu diesem Zweck darf die Stiftung Grundpfanddarlehen

aufnehmen.

2. Die Stiftung stellt ihre Liegenschaften Benützergruppen zur Verfügung,

die in der Regel genossenschaftlich organisiert sind, wie zum Beispiel

Haus- und Wohngenossenschaften und diesen angeschlossenen oder selbst

genossenschaftlich organisierten Kleinbetrieben, sowie gemeinnützigen

Trägerorganisationen. Die Abgabe erfolgt mittels langfristiger

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