Arrêt de IIe Cour de Droit Civil, 18 novembre 1976
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Résumé
Regeste
Art. 214 Abs. 3 ZGB. Zuweisung des Vorschlags an den überlebenden Ehegatten. Die ehevertragliche Zuweisung des Vorschlags an den überlebenden Ehegatten unter dem Güterstand der Güterverbindung ist als Schenkung auf den Todesfall im Sinne von Art. 245 Abs. 2 OR anzusehen. Sie unterliegt wie eine Verfügung von Todes wegen der Herabsetzung, soweit die Pflichtteilsrechte der Nachkommen verletzt sind (E. 3-5). ****************************************RegesteArt. 214 al. 3 CC. Attribution du bénéfice au conjoint survivant. L'attribution, par contrat de mariage, du bénéfice au conjoint survivant, dans le régime de l'union des biens, doit être considérée comme une donation pour cause de mort au sens de l'art. 245 al. 2 CO. Elle est soumise à réduction, comme une disposition pour cause de mort, dans la mesure où les descendants sont lésés dans leurs droits à la réserve (consid. 3-5). ****************************************RegestoArt. 214 cpv. 3 CC. Attribuzione degli aumenti al coniuge superstite. Nel regime dell'unione dei beni, l'attribuzione degli aumenti al coniuge superstite con convenzione matrimoniale deve essere considerata quale donazione a causa di morte ai sensi dell'art 245 cpv. 2 CO. Essa è soggetta a riduzione, come una disposizione a causa di morte, nella misura in cui i discendenti sono lesi nei loro diritti alla riserva (consid. 3-5).Voir le contenu complet de ce document
Extrait
Arrêt de IIe Cour de Droit Civil, 18 novembre 1976
Chapeau
102 II 31346. Urteil der II. Zivilabteilung vom 18. November 1976 i.S. Nobel gegen Müller und MüllerFaits à partir de page 314 BGE 102 II 313 S. 314A.- Fridolin Müller war in erster Ehe verheiratet mit Emma Stöckli. Aus dieser Ehe ging im Jahre 1916 die Tochter Emma hervor. Im Dezember 1918 starb die Ehefrau. Eine zweite Ehe Müllers blieb kinderlos. 1936 ging er mit der 19 Jahre jüngeren Frieda Kopp eine dritte Ehe ein, aus der im Jahre 1944 der Sohn Kurt hervorging. Die Eheleute lebten unter dem Güterstand der Güterverbindung und schlossen am 7. Februar 1958 einen Ehe- und Erbvertrag, der im Wesentlichen folgende Bestimmungen enthielt:"1. Die Vertragsparteien stellen vorerst fest, dass die güterrechtlichenVerhältnisse ihrer Ehe dem ordentlichen Güterstand der Güterverbindungunterstehen, die sie weiterhin beibehalten wollen.2. Die Vertragsparteien stellen des weitern fest, dass sie anlässlichihrer Verehelichung im Jahre 1936 folgende Werte in die Ehe eingebrachthaben:a) Der Ehemann: Fr. 15'000.-- in bar, die Firma Fritz Müller,Teppichhandel, sowie die Stube;b) Die Ehefrau: Fr. 10'000.-- in bar, die in das Geschäft des Ehemanneseingelegt wurden, ferner den gesamten vorhandenen Hausrat (ausgenommen dieStube), wie Möbel, Wäsche, Geschirr etc.3. Alles übrige eheliche Vermögen bildet Vorschlag im Sinne von Art. 214ZGB.4. Gestützt auf Art. 214 Abs. 3 ZGB und in Abänderung derVorschlagsteilung gemäss Art. 214 Abs. 1 ZGB vereinbaren die Parteien, dassbeim Tode des einen oder andern von ihnen der überlebende Ehegatte denganzen Vorschlag zu unbeschwertem Eigentum erhalten soll.Bei einem Rückschlag gilt das Gesetz (Art. 214 Abs. 2 ZGB).5. Dieser Ehevertrag, dem nur parteiinterne Geltung zukommt, wird derVormundschaftsbehörde der Stadt St. Gallen zur Genehmigung unterbreitet...Voir le contenu complet de ce document
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