Arrêt nº 6S.101/2007 de Cour de Droit Pénal, 15 août 2007

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Résumé


Regeste

Geldfälschung (Art. 240 StGB); Inumlaufsetzen falschen Geldes (Art. 242 StGB); Betrug (Art. 146 StGB). Ein besonders leichter Fall der Geldfälschung i.S. von Art. 240 Abs. 2 StGB bejaht bei Herstellung von acht Zweihunderternoten (E. 3). Zwischen der Geldfälschung (Art. 240 StGB) und dem Inumlaufsetzen falschen Geldes (Art. 242 StGB) besteht echte Konkurrenz (Präzisierung der Rechtsprechung; E. 4.2). Zwischen dem Inumlaufsetzen falschen Geldes (Art. 242 StGB) und dem Betrug besteht ebenfalls echte Konkurrenz (Änderung der Rechtsprechung; E. 4.3). Wer Falschgeld in Umlauf bringt (Art. 242 StGB), begeht in aller Regel zugleich einen Betrug. Über die Verwendung zur Zahlung hinausgehende arglistige Machenschaften sind nicht erforderlich (E. 4.4). Voraussetzungen der Annahme einer natürlichen Handlungseinheit bei Herstellung und In Umlaufsetzen von Falschgeld (E. 4.5).

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Regeste

Fabrication de fausse monnaie (art. 240 CP); mise en circulation de fausse monnaie (art. 242 CP); escroquerie (art. 146 CP). Cas de très peu de gravité de fabrication de fausse monnaie au sens de l'art. 240 al. 2 CP admis pour la fabrication de huit coupures de 200 francs (consid. 3). Il y a concours réel entre la fabrication de fausse monnaie (art. 240 CP) et la mise en circulation de fausse monnaie - art. 242 CP - (précision de la jurisprudence; consid. 4.2). Il y a également un concours réel entre la mise en circulation de fausse monnaie (art. 242 CP) et l'escroquerie (changement de jurisprudence; consid. 4.3). Celui qui met de la fausse monnaie en circulation (art. 242 CP) commet en règle générale du même coup une escroquerie. Des machinations astucieuses allant au-delà de la remise de la fausse monnaie ne sont pas nécessaires (consid. 4.4). Conditions permettant de retenir une unité naturelle d'action en cas de fabrication et de mise en circulation de fausse monnaie (consid. 4.5).

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Regesto

Contraffazione di monete (art. 240 CP); messa in circolazione di monete false (art. 242 CP); truffa (art. 146 CP). La fabbricazione di otto banconote da duecento franchi costituisce un caso di esigua gravità di contraffazione di monete ai sensi dell'art. 240 cpv. 2 CP (consid. 3). Sussiste concorso perfetto tra la contraffazione di monete (art. 240 CP) e la messa in circolazione di monete false (art. 242 CP) (precisazione della giurisprudenza; consid. 4.2). Anche tra i reati di messa in circolazione di monete false (art. 242 CP) e di truffa (art. 146 CP) vi è concorso perfetto (cambiamento della giurisprudenza; consid. 4.3). Di regola, chi mette in circolazione monete false (art. 242 CP) commette al contempo una truffa. Non sono necessari maneggi astuti che eccedano la consegna di monete false (consid. 4.4). Presupposti per l'ammissione di un'unità naturale d'azione in presenza di fabbricazione e di messa in circolazione di monete false (consid. 4.5).

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Extrait


Arrêt nº 6S.101/2007 de Cour de Droit Pénal, 15 août 2007

veröffentlichter Text

Chapeau

133 IV 256

37. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes i.S. Schweizerische Bundesanwaltschaft gegen A. (Nichtigkeitsbeschwerde)

6S.101/2007 vom 15. August 2007

Faits à partir de page 257

BGE 133 IV 256 S. 257

A. A. wird vorgeworfen, am 7. Oktober 2005 mit Hilfe seines Laptops, Scanners und Druckers sowie einer Farbkopiermaschine in der Landesbibliothek in Glarus insgesamt acht Zweihunderternoten hergestellt zu haben. Gleichentags setzte er in den Restaurants Sternen in Netstal/GL und Mc Donald's in Glarus je eine sowie in der Diskothek BlueBox in Niederurnen/GL drei dieser Blüten erfolgreich ab. Am 12. Oktober 2005 wies die Verkäuferin am Bahnhofkiosk in Netstal eine Note als gefälscht zurück. Am 15. Oktober 2005 bezahlte er im Club Q in Zürich zunächst zwei Konsumationen jeweils BGE 133 IV 256 S. 258

mit einer der gefälschten Zweihunderternoten, beim Versuch, eine dritte Konsumation mit Falschgeld zu bezahlen, wurde er festgenommen.

B. Am 22. November 2006 sprach der Einzelrichter der Strafkammer des Bundesstrafgerichts A. schuldig der Geldfälschung gemäss Art. 240 Abs. 1 und 2 StGB sowie des mehrfachen Betrugs nach Art. 146 Abs. 1 StGB und bestrafte ihn mit drei Monaten Gefängnis, bedingt vollziehbar (Dispositivziffern 3 und 4). Vom Vorwurf des Betrugs zulasten der Restaurants Sternen und Mc Donald's wurde er freigesprochen (Dispositivziffer 1). Das Verfahren wegen Betrugs zulasten des Bahnhofkiosks Netstal wurde eingestellt (Dispositivziffer 2).

C. Dagegen erhebt die Bundesanwaltschaft eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde, mit der sie die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung verlangt.

D. Der Einzelrichter der Strafkammer des Bundesstrafgerichts hat am 5. April 2007 eine Vernehmlassung zur Nichtigkeitsbeschwerde eingereicht, mit der er die Abweisung der Beschwerde beantragt. Der Beschwerdegegner liess sich innerhalb der angesetzten Frist nicht vernehmen.

Extrait des considérants:

Aus den Erwägungen:

3. Die Beschwerdeführerin macht eine Verletzung von Art. 240 Abs. 2 StGB geltend. Es liege kein besonders leichter Fall von Geldfälschung vor.

3.1 Die Vorinstanz erwägt, dass vorliegend zwar nicht mehr von plumpen Fälschungen gesprochen werden könne, da die Blüten verschiedentlich mit Erfolg abgesetzt worden seien. Die angewandten Herstellungsmethoden (Scanner, Laptop, Drucker, Farbkopier...

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