Arrêt nº 4C.292/2005 de Ire Cour de Droit Civil, 23 novembre 2005

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Résumé


Regeste

Art. 9 Abs. 1 und Art. 22 Abs. 2 GestG; Begriff des Konsumentenvertrages im Sinne von Art. 22 Abs. 2 GestG; Zweck der Bestimmung; Auslegung einer in den AGB einer Bank enthaltenen Gerichtsstandsklausel nach dem Vertrauensprinzip. Schutzzweck und Anwendungsbereich von Art. 22 Abs. 2 GestG (E. 2.2.2 und 2.2.3). Anwendbarkeit von Art. 22 Abs. 2 GestG bei Bankgeschäften (E. 2.2.4)- Auslegung der umstrittenen Gerichtsstandsklausel nach dem Vertrauensprinzip (E. 2.3.2). Bedeutung der in einer Gerichtsstandsklausel verwendeten Bezeichnung "Sitz der Bank" (E. 2.3.3-2.3.5).

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Regeste

Art. 9 al. 1 et art. 22 al. 2 LFors; notion de contrat conclu avec les consommateurs au sens de l'art. 22 al. 2 LFors; but de la disposition; interprétation selon le principe de la confiance d'une clause d'élection de for figurant dans les conditions générales d'une banque. But de protection et champ d'application de l'art. 22 al. 2 LFors (consid. 2.2.2 et 2.2.3). Applicabilité de l'art. 22 al. 2 LFors aux opérations bancaires (consid. 2.2.4)- Interprétation de la clause d'élection de for contestée selon le principe de la confiance (consid. 2.3.2). Signification de l'expression "siège de la banque" utilisée dans une clause d'élection de for (consid. 2.3.3-2.3.5).

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Regesto

Art. 9 cpv. 1 e art. 22 cpv. 2 LForo; nozione di contratto concluso con consumatori ai sensi dell'art. 22 cpv. 2 LForo; scopo della norma; interpretazione secondo il principio dell'affidamento di una clausola di proroga di foro contenuta nelle condizioni generali di una banca. Scopo protettivo e campo d'applicazione dell'art. 22 cpv. 2 LForo (consid. 2.2.2 e 2.2.3). Applicabilità dell'art. 22 cpv. 2 LForo alle operazioni bancarie (consid. 2.2.4)- Interpretazione della clausola di proroga di foro controversa secondo il principio dell'affidamento (consid. 2.3.2). Significato dell'espressione "sede della banca" utilizzata in una clausola di proroga di foro (consid. 2.3.3-2.3.5).

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Extrait


Arrêt nº 4C.292/2005 de Ire Cour de Droit Civil, 23 novembre 2005

veröffentlichter Text

Chapeau

132 III 268

32. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung i.S. Bank X. gegen A. (Berufung)

4C.292/2005 vom 23. November 2005

Faits à partir de page 269

BGE 132 III 268 S. 269

A. A. (Kläger und Berufungsbeklagter) ist seit vielen Jahren im Bereich der professionellen Vermögensverwaltung tätig und Gründer der B. AG. Am 19. September 2000 eröffnete der Kläger bei der Bank X. Genf (Beklagte und Berufungsklägerin), der Schweizer Tochter des Bankenkonzerns X.L., ein Konto/Depot. Mit dem Antrag auf Kontoeröffnung unterzeichnete der Kläger gleichzeitig auch die entsprechenden AGB der Beklagten, ein Mandat für die Treuhandverwaltung von Anlagen sowie einen Pfandvertrag.

Mit Kaufvertrag vom 25. September 2000 und nachfolgend ausgeübter Option veräusserte der Kläger die Aktien der B. AG an die Beklagte. Die Beklagte überwies den Kaufpreis auf das Konto/Depot des Klägers. Die Parteien diskutierten in der Folge über einen Rückkauf der Aktien der B. AG und unterzeichneten am 2. April 2004 diesbezüglich eine "lettre d'intention". Die Beklagte sieht darin einen verbindlichen Kaufvertrag, während der Kläger von einer Absichtserklärung ausgeht. Die Beklagte verlangt vom Kläger Schadenersatz wegen Nichterfüllung des behaupteten Kaufvertrags über die Rückübertragung der Aktien der B. AG. Ausserdem leitet die Beklagte eine Forderung gegen den Kläger aus einer von ihr der C. AG abgegebenen Garantie ab. Für beide Forderungen macht die Beklagte gestützt auf die Pfandvereinbarung vom 19. September 2000 ein Pfandrecht geltend. Im Juli 2004 blockierte sie das klägerische Konto/Depot.

B. Am 16. Dezember 2004 gelangte der Kläger an das Handelsgericht des Kantons Zürich mit dem Rechtsbegehren, die Beklagte sei zu verpflichten, die verfügte Sperre auf dem Wertschriftendepot Nr. 0000 innert 24 Stunden nach Rechtskraft des Urteils aufzuheben und das Depot vollumfänglich freizugeben.

Die Beklagte erhob die Einrede der Unzuständigkeit mit der Begründung, die Parteien hätten in sämtlichen Verträgen den Gerichtsstand Genf vereinbart. Im Aktienkaufvertrag vom 25. September 2000 hatten die Parteien Folgendes festg...

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