Arrêt nº 2A.478/2003 de IIe Cour de Droit Public, 22 novembre 2004

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Résumé


Regeste

Ausnahme von der Steuerpflicht einer juristischen Person wegen Verfolgens öffentlicher Zwecke; Fall eines in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft umgewandelten kommunalen Elektrizitätswerkes (Art. 56 lit. c und g DBG; Art. 23 Abs. 1 lit. c und f StHG; Art. 78 Abs. 1 lit. c und f StG/GR). Rechtsmittel: Zulässigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sowohl hinsichtlich der direkten Bundessteuer als auch der kantonalen Steuern; kassatorische Natur der auf Art. 73 StHG gestützten Verwaltungsgerichtsbeschwerde (E. 2). Steuerbefreiung nach Art. 56 lit. g DBG: Voraussetzungen. Lehrmeinungen. Eine Steuerbefreiung ist grundsätzlich ausgeschlossen, wenn eine juristische Person in erster Linie Erwerbszwecke verfolgt, auch wenn diese zugleich öffentlichen Zwecken (z.B. Stromversorgung) dienen (E. 3.1-3.3). Prüfung der Umstände im konkreten Fall: Die EWD Elektrizitätswerk Davos AG nimmt mit der Grundversorgung der Strombezüger auf dem gesamten Gemeindegebiet zwar eine öffentliche Aufgabe wahr. Steuerbefreiung jedoch verneint, weil die Tätigkeit im Endzweck in erster Linie auf Erwerb und Gewinnerzielung ausgerichtet ist (E. 3.4, 4 und 6).

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Regeste

Exonération fiscale d'une personne morale poursuivant des buts de service public; cas d'une entreprise électrique communale transformée en société anonyme de droit privé (art. 56 let. c et g LIFD; art. 23 al. 1 let. c et f LHID; art. 78 al. 1 let. c et f LF/GR). Voies de droit: admissibilité du recours de droit administratif aussi bien pour l'impôt fédéral direct que pour les impôts cantonaux; nature cassatoire du recours de droit administratif prévu à l'art. 73 LHID (consid. 2). Exonération fiscale selon l'art. 56 let. g LIFD: conditions. Point de vue de la doctrine. En principe, l'exonération fiscale d'une personne morale qui poursuit essentiellement des buts lucratifs est exclue, même si ceux-ci servent également des buts de service public (par ex. la fourniture d'électricité; consid. 3.1-3.3). Examen des circonstances dans le cas concret: EWD Elektrizitätswerk Davos AG assure certes une tâche d'intérêt général en alimentant en électricité les consommateurs sur l'ensemble du territoire communal. Pas d'exonération fiscale en sa faveur cependant, car son activité est essentiellement orientée vers la réalisation de revenus et de profits (consid. 3.4, 4 et 6).

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Regesto

Esenzione fiscale di una persona giuridica in ragione dello scopo pubblico perseguito; caso di un'azienda elettrica comunale trasformata in una società anonima di diritto privato (art. 56 lett. c e g LIFD; art. 23 cpv. 1 lett. c e f LAID; art. 78 cpv. 1 lett. c e f LI/GR). Rimedi giuridici: ammissibilità del ricorso di diritto amministrativo in relazione tanto all'imposta federale diretta quanto alle imposte cantonali; natura cassatoria del ricorso di diritto amministrativo fondato sull'art. 73 LAID (consid. 2). Esenzione fiscale secondo l'art. 56 lett. g LIFD: condizioni. Opinioni dottrinali. Un'esenzione fiscale è di principio esclusa se una persona giuridica persegue in primo luogo finalità lucrative, anche se queste servono nel contempo a scopi pubblici (per es. la fornitura di elettricità; consid. 3.1-3.3). Esame delle circostanze nel caso concreto: la EWD Elektrizitätswerk Davos AG, garantendo l'erogazione di corrente elettrica su tutto il territorio comunale, assicura certo un compito pubblico. Esenzione fiscale ciononostante negata, perché l'attività è essenzialmente volta al guadagno e alla realizzazione di utili (consid. 3.4, 4 e 6).

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Extrait


Arrêt nº 2A.478/2003 de IIe Cour de Droit Public, 22 novembre 2004

veröffentlichter Text

Chapeau

131 II 1

1. Auszug aus dem Urteil der II. öffentlichrechtlichen Abteilung i.S. EWD Elektrizitätswerk Davos AG gegen Kantonale Steuerver-waltung Graubünden sowie Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)

2A.478/2003 vom 22. November 2004

Faits à partir de page 2

BGE 131 II 1 S. 2

BGE 131 II 1 S. 3

In der Volksabstimmung vom 26. November 2000 der Gemeinde Landschaft Davos wurde beschlossen, das kommunale Elektrizitätswerk aus der Gemeindeverwaltung auszugliedern und mit Aktiven und Passiven auf eine neu zu gründende privatrechtliche Aktiengesellschaft zu übertragen. In der Folge wurde eine Aktiengesellschaft gemäss Art. 620 ff. OR gegründet. Die Gesellschaft bezweckt laut Statuten die Erzeugung, Beschaffung, Verteilung und den Verkauf von elektrischer Energie und erbringt die damit verbundenen Dienstleistungen aller Art. Das Aktienkapital ist voll liberiert; sämtliche Namenaktien befinden sich zurzeit im Eigentum der Gemeinde Landschaft Davos. Gemäss dem zwischen der Gemeinde Landschaft Davos und der EWD AG abgeschlossenen "Vertrag über die Elektrizitätsversorgung" hat die EWD AG das Recht, während der Dauer des Vertrags auf ihrem Gebiet gewerbsmässig elektrische Energie abzugeben sowie die erforderlichen Anlagen zu erstellen, zu betreiben, zu erneuern und zu unterhalten. Die EWD AG ist ihrerseits verpflichtet, die Bezüger von elektrischer Energie auf dem gesamten Gemeindegebiet zu erschliessen und mit Elektrizität zu versorgen. Die EWD AG legt "allgemein verbindliche Gebühren und Preise" für Anschluss und Lieferung von elektrischer Energie fest, ist jedoch verpflichtet, "im Rahmen der Grundversorgung den Kunden von Elektrizität innerhalb der gleichen Konsumentengruppen gleiche Preise zu verrechnen". Die Gemeinde erhält von der EWD AG eine jährliche Abgeltung und wird bei Ablauf des Vertrags gegen eine zu vereinbarende Entschädigung Eigentümerin der auf ihrem Gebiet liegenden, für die Versorgung mit Elektrizität notwendigen Betriebsteile der EWD AG.

Die EWD AG stellte bei der Kantonalen Steuerverwaltung Graubünden ein Gesuch um teilweise Steuerbefreiung, weil sie mit der Erzeugung, Beschaffung, Verteilung und dem Verkauf von elektrischer Energie weiterhin einen öffentlichen Zweck erfülle und weil sie zu 100 % im Besitz der Gemeinde sei. Die Kantonale Steuerverwaltung lehnte das Gesuch ab mit der Begründung die von der EWD AG getätigten Aufgaben lägen infolge Gewinnerzielungsabsicht nicht im öffentlichen Interesse. Rekurs und Beschwerde der EWD AG gegen den Einspracheentscheid der Steuerverwaltung wurden vom Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden am 26. August 2003 abgewiesen. Gegen dieses Urteil hat die EWD AG Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben.

Das Bundesgericht weist die Verwaltungsgerichtsbeschwer...

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