Arrêt nº 2P.155/2003 de IIe Cour de Droit Public, 20 novembre 2003

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Résumé


Regeste

Art. 50 Abs. 1 BV, Submissionsgesetz des Kantons Graubünden; Gemeindeautonomie; Rechtswirkungen des submissionsrechtlichen Zuschlags. Autonomie der bündnerischen Gemeinden im Submissionsverfahren (E. 1.1 und 2). Rechtswirkungen eines Zuschlagsentscheides: Der Zuschlag begründet keine Kontrahierungspflicht des Submittenten, weshalb nicht im Vollstreckungsverfahren ein Vertragsschluss erzwungen werden kann. Allfällige Haftungsansprüche bleiben vorbehalten (E. 3). Auswirkungen dieser Rechtslage auf die Stellung der Mitglieder des Gemeindevorstandes, die unter Strafandrohung verpflichtet wurden, für die Gemeinde einen Kaufvertrag abzuschliessen (E. 1.2 und 4).

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Regeste

Art. 50 al. 1 Cst., loi sur les marchés publics du canton des Grisons; autonomie communale; effets de l'adjudication en droit des soumissions. Autonomie des communes grisonnes en procédure de soumission (consid. 1.1 et 2). Effets de la décision d'adjudication: celle-ci ne crée pas une obligation de contracter à la charge de l'adjudicateur, de sorte que la conclusion du contrat ne peut être obtenue par la voie de l'exécution forcée. D'éventuelles prétentions en responsabilité sont réservées (consid. 3). Conséquences de cette situation pour les membres du Conseil communal à qui ordre à été donné, sous la menace des peines de droit, de conclure un contrat de vente pour la commune (consid. 1.2 et 4).

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Regesto

Art. 50 cpv. 1 Cost., legge sugli appalti pubblici del Cantone dei Grigioni; autonomia comunale; effetti giuridici di un'aggiudicazione in materia di commesse pubbliche. Autonomia dei comuni grigionesi nella procedura di aggiudicazione (consid. 1.1 e 2). Effetti giuridici di una decisione di aggiudicazione: quest'ultima non obbliga il committente a contrarre, per cui la conclusione del contratto non può essere pretesa mediante un'esecuzione forzata. Rimangono riservate eventuali pretese di risarcimento danni (consid. 3). Conseguenze derivanti da questa situazione per i membri dell'esecutivo comunale, i quali sono stati obbligati, con comminatoria di sanzioni penali, a concludere un contratto di compravendita per il Comune (consid. 1.2 e 4).

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Extrait


Arrêt nº 2P.155/2003 de IIe Cour de Droit Public, 20 novembre 2003

veröffentlichter Text

Chapeau

129 I 410

37. Auszug aus dem Urteil der II. öffentlichrechtlichen Abteilung i.S. Politische Gemeinde Tujetsch und Mitb. gegen X. AG sowie Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (staatsrechtliche Beschwerde)

2P.155/2003 vom 20. November 2003

Faits à partir de page 411

BGE 129 I 410 S. 411

Am 11. Juli 2002 schrieb die Gemeinde Tujetsch im Amtsblatt des Kantons Graubünden die Beschaffung einer Pistenmaschine (Loipe) im offenen Verfahren aus. Es gingen je eine Offerte der X. AG zu Fr. 132'000.- und der Y. AG zu Fr. 156'000.- ein. Mit Entscheid vom 26. August 2002 erhielt die Y. AG den Zuschlag. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden hiess eine dagegen erhobene Beschwerde der X. AG gut, hob den angefochtenen Zuschlagsentscheid auf und wies die Sache zu neuer Vergabe im Sinne der Erwägungen an die Gemeinde Tujetsch zurück. Am 6. Dezember 2002 vergab die Gemeinde die Lieferung des Pistenfahrzeuges erneut an die Y. AG. Mit Urteil vom 17. Januar 2003 hiess das Verwaltungsgericht eine dagegen erhobene Beschwerde der X. AG wiederum gut, hob die angefochtene Verfügung erneut auf und vergab diesmal den Auftrag für die Beschaffung einer Pistenmaschine (Loipe) zum Preis von Fr. 132'000.- direkt an die X. AG.

Mit Schreiben vom 11. Februar 2003 teilte die Gemeinde Tujetsch der X. AG und der Y. AG mit, sie habe beschlossen, von der Beschaffung eines Pistenfahrzeuges abzusehen. Der im Jahre 2002 gesprochene Kredit sei mit Ablauf des Budgetjahres Ende 2002 verfallen, und aufgrund der verschlechterten Finanzlage sei der Gemeindevorstand nicht bereit, einen neuen Kredit zu beantragen.

Am 14. März 2003 ersuchte die X. AG das Verwaltungsgericht, das Urteil vom 17. Januar 2003 mit allen entsprechenden Mitteln zu vollstrecken. Das Urteil sei rechtskräftig, weshalb die Gemeinde daran gebunden sei und ...

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